Was ist Quartiersmanagement (QM)?

In Berlin gibt es 34 ausgewiesene Quartiersmanagement-Gebiete. Das sind Wohngebiete, in denen soziale Faktoren, aber auch die wirtschaftliche Situation zu Problemen beim nachbarschaftlichen Zusammenleben führen; z.B. auf Straßen und Plätzen oder an den Schulen. Hier droht die Gefahr, dass Menschen mit ihrem Stadtteil von der gesamtstädtischen Entwicklung ausgeschlossen bzw. abgehängt werden. Die Aufgabe des QM-Teams ist es, diesen Prozess zu stoppen und umzukehren. Dabei stehen der Erhalt und die Stärkung des sozialen Zusammenhalts im Mittelpunkt.

Mitgestaltung unterstützen

Quartiersmanagement steht für eine Strategie, die auf Stadtteilebene die Lebensbedingungen der Bewohner/innen in kleinen Schritten verbessern will. Zentral dafür ist die intensive Beteiligung der Bewohner/innen selbst (z.B. durch Initiativen, den Quartiersrat oder die Aktionsfondsjury); sie sollen darin unterstützt werden, die Entwicklung ihres Gebietes aktiv mit zu gestalten. In einem Vor-Ort-Büro sind die Quartiersmanager/innen ständiger Ansprechpartner für die Bewohner/innen und damit am Puls des Gebiets.

Konzepte entwickeln

Grundlage für die Quartiersarbeit bildet das integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept. Darin werden Stärken, Schwächen, Ziele und Arbeitsschwerpunkte für das Gebiet formuliert. Dies geschieht in enger Abstimmung mit dem Quartiersrat, lokalen Akteuren und Einrichtungen, Fachabteilungen des Bezirks sowie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

Projekte fördern

Mit den zur Verfügung stehenden Fördermitteln werden gezielt Projekte in strategischen Handlungsfeldern (z.B. Bildung, Integration, Verbesserung des Wohnumfelds) gefördert, die den Zielen und Arbeitsschwerpunkten im integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept entsprechen müssen. Projekte können sowohl sozio-kulturell als auch baulich ausgerichtet sein.

Menschen verbinden

Es gilt ein neues Verantwortungsbewusstsein für den eigenen Kiez entstehen zu lassen und den nachbarschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Dazu werden bestehende Aktivitäten und Initiativen vernetzt und gestärkt sowie Interessen der Bewohnerschaft zusammengeführt.

Das Quartiersmanagement wird über das Programm Soziale Stadt gefördert. Die Mittel kommen von der Europäischen Union, dem Land Berlin und dem Bund.