Neuköllner Rathaus zum Anfassen

Zum zweiten Mal lud das Bezirksamt Neukölln zum Tag der offenen Tür ins Rathaus ein. Ein buntes Programm von der Turmbesteigung bis zum Vortrag über Milieuschutz erwartete die über 1000 Besucher*innen, die an diesem Tag hereinströmten.


Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey

Ausstellung zu historischen Orten in Neukölln / Fotos: Schuster

Höchstpersönlich schloss Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey in Begleitung der vier weiteren Stadträte am 16. September 2017 die Türen des Rathauses auf. Fünf Stunden lang stellte sich das Bezirksamt als Dienstleister für  328 000 Menschen vor. Neben historischen Rathausführungen mit Turmbesteigung gab es viele handfeste Infos für die Bewohner*innen.

Milieuschutz und Straßenumbau

Unter anderem informierte das Stadtentwicklungsamt über den Milieuschutz, der mittlerweile in sieben Neuköllner Gebieten gilt – so auch im Quartiersmanagementgebiet Donaustraße-Nord. Die Mieter*innen erfuhren, wie die soziale Regelung greift, damit Bewohner*innen durch Luxusmodernisierungen oder durch Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen nicht aus ihrem Kiez verdrängt werden.
Wer sich für den Baufortschritt auf der Einkaufsmeile Karl-Marx-Straße interessierte, erfuhr von der Brandenburgischen Stadterneuerungsgesellschaft den aktuellen Stand: Die fertig umgebaute östliche Fahrbahnhälfte wird ab sofort für den Verkehr genutzt, die neuen Bauarbeiten auf der westlichen Hälfte sollen schon Ende des Jahres abgeschlossen sein. Nur das Wetter könnte noch einen Strich durch die Rechnung machen, dann dauern die Restarbeiten in diesem Bauabschnitt bis März 2018.

Einschulungsbereiche vergrößern sich

Ebenso wartete das Schulamt Neukölln mit Neuigkeiten auf, die vor allem für Familien mit kleinen Kindern rund um den Donaukiez wichtig sind. Zum Schuljahr 2019/20 werden die Einzugsgebiete zur Einschulung in der Rixdorfer und der Theodor-Storm-Schule vergrößert, weil der Campus Rütli seinen Anmeldebereich verloren hat. Lars Heller vom Schulamt Neukölln bedauert zwar, dass dann mehr Kinder auf ihrem Schulweg die Sonnenallee kreuzen müssen. „Aber sonst müsste alles der Elbe-Schule zugeordnet werden, wodurch ein übergroßer Einzugsbereich entsteht“, erläuterte er.
Auch draußen konnten sich die Neuköllner*innen rund um den Rathausbrunnen durch ein vielfältiges Programm treiben lassen. Die Polizei beriet zum Thema Einbruchschutz, Radler ließen ihre Zweiräder direkt vor Ort kodieren. Ein großes Spielmobil und Kinderschminken war für die Kleinen da. Tanzgruppen boten auf der Rathaustreppe eine mitreißende Show, das Publikum gab reichlich Applaus.


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