Mit mobilen Möbeln auf Wanderschaft durch den Kiez

Das Nomadische Kulturzentrum schafft Orte der Begegnung im öffentlichen Raum


Am 17. November war das Team mit seiner Fantasie-Fahnen-Druckerei zu Gast im Ernst-Abbe-Gymnasium in der Sonnenallee 79, wo gerade der Abschluss der Sanierung gefeiert wurde. "Über 100 fantastische Fahnen wurden im Schulhof von den Schülerinnen und Schülern kreiert und mit Stempeln bedruckt, das hat allen riesigen Spaß gemacht“, berichtet Marvin Schwark vom Team „Kollektiv Plus X“, dem Träger des Projekts. Anschließend wurden sie zum Trocknen an den Zaun gehängt. Und das Beste ist: sie werden nicht etwa in der Versenkung verschwinden, sondern als buntes Fahnenmeer beim Straßenfest 2018 die Straßen des Donaukiezes schmücken. „Darauf sind die Jugendlichen natürlich sehr stolz“, erklärt Marvin Schwark.  

Mit Pop-up-Mobilen feiern und zusammenkommen

Das Nachbarschaftsprojekt  Nomadisches Kulturzentrum wird noch bis Ende 2019 durch den Donaukiez ziehen und Straßen, Freiflächen und Hinterhöfe in temporäre Veranstaltungsorte verwandeln. Das Anliegen: die Bewohner*innen durch verschiedene Mitmach-Aktionen und Veranstaltungen zusammenzubringen. Zu diesem Zweck werden mobile Möbel, sogenannte Pop-up-Mobile gebaut, die im öffentlichen Raum zum Einsatz kommen.
Zum Beispiel beim Basteltag der Rixdorfer Schule am 11. Dezember, wo das Team, bestehend aus Marvin Schwark, Anka Broschk und Sascha Henken aus ihrer mobilen Küche Kinderpunsch ausschenken wird. Anschließend geht es dann zum „Lebendigen Adventskalender“ ins Quartiersbüro. Die mobilen Möbel sollen nicht nur gemeinsam gebaut, sondern auch untereinander ausgeliehen und zusammen genutzt werden. Dadurch werden Einrichtungen und Initiativen zusammengebracht, die bislang vielleicht noch nicht kooperieren. Neben Schulen sollen auch Kirchengemeinden, Moscheevereine und andere Gruppen beteiligt werden. Für das nächste Jahr darf man sich auf eine selbstgebaute Minigolfanlage freuen.
Außerdem erstellt das Team einen Veranstaltungskalender für den Donaukiez. Es gibt ihn digital auf der Homepage des Quartiersmanagements und in gedruckter Version im Vor-Ort-Büro in der Donaustraße 7. Wer seine Veranstaltung oder ein regelmäßiges Angebot in den Kalender eintragen lassen wollen, ganz gleich ob Kindertreff, Straßenfest oder Sozialberatung, kann sich gerne melden, per Email unter NoKuZentrum@gmx.de oder auf Facebook unter www.bit.ly/2wIXQx8.
Das Nomadische Kulturzentrum wird im Rahmen des Projekts „Aufsuchende Nachbarschaftsarbeit“ über den Projektfonds des Programms Soziale Stadt finanziert.