Tragbare Blumenkästen für den Donaukiez

Im nächsten Jahr werden die Straßen des Donaukiezes mit transportablen Pflanzkisten verschönert. Die Holzkästen werden in den Schulen gebaut und von den Kindern bepflanzt.


Foto: Matteo Ciprandi

Den dicht bebauten Donaukiez grüner und ökologischer zu machen – das hat sich das Projekt „Stadtteilgrün und Umweltgerechtigkeit im Donaukiez“ auf die Fahnen geschrieben. Dazu wurde im Juni erstmals ein „Grüner Tisch“ einberufen, an dem Vertreter*innen von Schulen, Kitas, Kirchen, Moscheen und Initiativen sich treffen, um gemeinsam Ideen zu entwickeln und Informationen untereinander auszutauschen. Außerdem hat sich eine Gartengruppe Anregungen aus der Nachbarschaft geholt: im Juli beim „Klunkerkranich“-Dachgarten, im September dann im Botanico-Kräutergarten.

Gartenmodule sind schon im Bau


Am 29. November kam der „Grüne Tisch“ zum zweiten Mal zusammen. Till Rosemann und Matteo Ciprandi von „Life e.V.“, die das Projekt leiten, gaben einen Ausblick, was im kommenden Jahr geplant ist. Zur Begrünung der Straßen werden mehrere mobile Gartenmodule aus Holz gebaut, die an verschiedenen Orten im Kiez stehen können. Auf einem 2,50 Meter langen Gestell werden mehrere Pflanzkisten mit Kantenlängen von 40 Zentimeter aufgeschraubt. Das Ganze kann man zu zweit wie eine Sänfte tragen.

„Es sind jetzt schon sieben Module geplant“, sagt Matteo Ciprandi. Je drei werden von den Schüler*innen am Ernst-Abbe-Gymnasium und an der Theodor-Storm-Grundschule gebaut, eines mit der Gartengruppe. Das Holz ist von einer Tischlerei bereits zugeschnitten worden. An der Theodor-Storm-Schule kann man kaum erwarten, dass es losgeht. „Wir haben schon eine Baugruppe gebildet und freuen uns riesig auf das Bauen“, sagt Henning Dietz, der an der Schule die Lernwerkstatt leitet. Die Pflanzkästen baut auch eine Frauengruppe an der Lernwerkstatt der Rixdorfer Schule an einem Aktionstag. Die fertigen Module werden im Frühjahr gemeinsam von Schüler*innen, Kita-Kindern und Nachbar*innen bepflanzt.

Grün-Aktion auf gesperrter Straße?


Der „Grüne Tisch“ sprach außerdem über Kiezprojekte, die im Jahr 2018 statfinden sollen. Heißer Favorit ist ein temporärer Garten auf einem gesperrten Straßenabschnitt. Damit kann den Kiezbewohner*innen eindrucksvoll vor Augen geführt werden, wie lebenswert eine Straße sein kann, wenn sie nicht völlig von stehenden und fahrenden Autos beherrscht wird. Möglicherweise kann man einen solchen Aktionstag mit dem Straßenfest verbinden, das das „Nomadische Kulturzentrum“ im kommenden Sommer plant.

Webredaktion