Gute Nachrichten für Eltern, Jugendliche und Gewerbetreibende

Der Quartiersrat des Donaukiezes hat im November grünes Licht für die Fortsetzung des Elternprojekts an der Rixdorfer Schule gegeben. Auf der Sitzung vom 30. November im Elterncafé der Schule gab es außerdem erfreuliche Nachrichten vom Jugendstadtteilladen Hobrecht83 und einen Zwischenbericht vom Geschäftsstraßenmanagement der Sonnenallee.


Foto: Jens Sethmann

Der Quartiersrat hat der Fortsetzung des Elternbeteiligungsprojekts an der Rixdorfer Schule zugestimmt. Weil dafür eine neue Ausschreibung nötig ist und wenig Zeit bis zum Jahresende bleibt, hatte das Quartiersmanagement das Votum der Quartiersratsmitglieder schon vor der Sitzung schriftlich eingeholt. Einstimmig wurden erneut 30 000 Euro für zwei weitere Jahre bewilligt.

Gekonnt mit der Stichsäge umgehen


Das Projekt „Unterstützung der Elternbeteiligung an der Rixdorfer Schule“ gibt es bereits seit 2016. In der Lernwerkstatt der Grundschule macht Cimen Uzunoglu vor allem Handwerksangebote für Mütter. Sie haben hier zum Beispiel Besteckkästen aus Holz gebaut, Fahrräder repariert oder Regale aufgehängt. „Viele Frauen haben hier zum ersten Mal eine Bohrmaschine oder eine Stichsäge benutzt“, berichtet Cimen Uzunoglu. „Wir sind oft erstaunt, was dabei herauskommt“, sagt Schulleiterin Anke Peters.

Hobrecht83 steht auf sicheren Füßen


Gute Neuigkeiten gibt es aus dem Jugendstadtteilladen Hobrecht83: „Wir haben vor ein paar Tagen die freudige Nachricht erhalten, dass wir in die Regelfinanzierung übernommen werden“, berichtet Gerri Wahl vom Träger Outreach. Im Jahr 2018 wird das Angebot noch aus dem Programm Soziale Stadt mit einem Zuschuss vom Bezirksamt Neukölln finanziert. Ab 2019 übernimmt der Bezirk dann die Kosten allein und auf Dauer. Dann wird es auch statt einer Dreiviertelstelle zwei Vollzeitstellen geben. Die beiden Mitarbeiter sind dann für einen Bereich zuständig, der über den Donaukiez hinausgeht.

Der Laden in der Hobrechtstraße 83 dient als „verlängertes Wohnzimmer“ für Jugendliche ab 16 Jahren, die auf den Straßen immer mal wieder für Stress sorgen. Der Leiter des Ladens Nihat Karatoprak sucht als Streetworker die Jugendlichen an ihren Treffpunkten auf und lotst sie in die Einrichtung. „Da hat man dann einen ganz anderen Zugang zu den Jugendlichen“, erklärt Karatoprak. Hier kann er sie besser von einer kriminellen Karriere abbringen oder sie davon überzeugen, einen Schulabschluss zu machen: „Das braucht ein bisschen Zeit, aber das klappt dann auch.“

Zwischenbericht vom Geschäftsstraßenmanagement


Ina Rathfelder berichtete vom Projekt „Wirtschaftsorientiertes Stadtteilmanagement Sonnenallee“, das seit zwei Jahren Gewerbetreibende berät, damit die Sonnenallee eine stabilere Geschäftsstraße wird. „2015 hat es in der Sonnenallee starke Verwerfungen gegeben“, sagt Ina Rathfelder. Es gab seinerzeit unter den Händlern eine neue Welle der Fluktuation. Die Straße ist zudem stark übernutzt.

Im Auftrag des Bezirks ist Ina Rathfelder mit zwei Kolleg*innen ständig auf Achse: „Wir waren bei allen Gewerbetreibenden zwischen Hermannplatz und S-Bahnhof Sonnenallee mehr als einmal.“ Über 30 Händler haben bisher das kostenlose Angebot einer eingehenden professionellen Wirtschaftsberatung angenommen. Im Rahmen des Projekts haben sich auch mehr als 60 Personen intensiv zur Berufswegplanung und zu Bewerbungsstrategien beraten lassen. Knapp 20 Leute sind auf diesem Wege direkt bei Neuköllner Unternehmen in Arbeit gekommen. Das Geschäftsstraßenmanagement läuft noch bis Ende 2018.

Webredaktion