Die Donaustraße wird umgebaut

Voraussichtlich nach dem Sommer 2018 werden die Umbauarbeiten in der Donaustraße beginnen. Die Wohnstraße soll fahrrad- und fußgerechter gestaltet werden und als innerbezirkliche Radroute dienen.


Donaustraße / Einmündung Pannierstraße

Wer parallel zur Karl-Marx-Straße und zur Sonnenallee auf etwas ruhigeren Wegen mit dem Rad vorankommen möchte, kann künftig die Donaustraße benutzen. Als innerbezirkliche Radroute wird sie im Nordwesten über die Pannierstraße Anschluss nach Kreuzberg haben und im Südwesten zum Richardkiez sowie S-Bahnhof Neukölln führen. Bislang aber weist die Wohnstraße noch in weiten Bereichen Kopfsteinplaster auf – ein Belag, den Fahrradfahrer eher meiden und deshalb zum Teil auch verbotenerweise auf den Gehweg ausweichen. 

Asphalt statt Kopfsteinpflaster

Deshalb werden die noch vorhandenen Kopfsteinpflasterbereiche der Donaustraße zwischen Reuter- und Anzengruberstraße voraussichtlich ab August 2018 asphaltiert. Eine Maßnahme, die nicht nur die Radfahrer zu schätzen wissen werden, sondern auch die Anwohner, weil durch den glatten Belag der Autoverkehr leiser wird. Außerdem bekommen die Radfahrer zusätzliche sichere Abstellmöglichkeiten für ihr Rad. Kreuzberger Fahrradbügel sollen dazu an geeigneten Stellen installiert werden, Autoparkplätze werden dafür nicht wegfallen. Nach dem Umbau wird es sogar geringfügig mehr Abstellplätze geben. Die Einbahnstraßenregelung an der Einmündung Reuterstraße und in der Pannierstraße wird beibehalten, für den Radverkehr sind diese Strecken in beiden Fahrtrichtungen freigegeben.

Fußgängerfreundliche Kreuzungen

Der zweite wichtige Umbau gilt den Fußgängern: an den Kreuzungen Anzengruber-, Schönstedt-, Weichsel- und Pannierstraße sowie an der Einmündung zur Reuterstraße werden Gehwegvorstreckungen aufgepflastert, die das Überqueren der Straßen für Fußgänger sicherer machen. Die vorgezogenen Gehwege ermöglichen allen Verkehrsteilnehmern einen besseren Blick auf die Kreuzung, was vor allem für kleinere Kinder wichtig ist. Auch der Aufenthaltsbereich vor der Rixdorfer Grundschule wird deshalb vergrößert. Der bisherige Gehweg ist viel zu schmal für die vielen nach Schulschluss auf die Straße stürmenden Kinder.

Die Umbauarbeiten werden 2018/19 andauern, wobei der Ausbau abschnittsweise vorgenommen wird. Auf den jeweiligen Abschnitten gilt dann eine Vollsperrung für den Verkehr. „Dies ist notwendig, damit wir möglichst schnell fertig werden“, erklärt Horst Evertz von der Brandenburgischen Stadterneuerungsgesellschaft, der Sanierungsbeauftragten des Landes Berlin. „Rettungs- und Versorgungsfahrzeuge kommen natürlich durch.“ Der Ausbau des Knotenpunktes Anzengruber- und Donaustraße wird allerdings erst später in Angriff genommen werden können, da wegen des Umbaus der Karl-Marx-Straße der Busverkehr über diese Kreuzung gelenkt werden muss.

Wer aktuell über die kommenden Bauvorhaben auf dem Laufenden bleiben will, kann sich den Newletter dazu auf der Eingangsseite der Aktion!Karl-Marx-Straße abonnieren. Die bisherigen Umbauplanungen zur Donaustraße sind hier aufgelistet.

Webredaktion