Pflanzkästen für den wandernden Garten

In der Lernwerkstatt der Rixdorfer Grundschule haben Anwohner*innen 12 weitere Pflanzkästen gebaut. Die Kästen sollen im Sommer als wandernder Garten den Donaukiez grüner machen.


Fotos: Jens Sethmann

Am Nachmittag des 16. Januar liefen in der Lernwerkstatt der Rixdorfer Schule die Akkuschrauber auf Hochtouren. 12 Erwachsene und zwei Kinder haben beim Treffen der Gartengruppe des Donaukiezes in zwei Stunden gemeinsam Holzkisten zusammengeschraubt. Selbst wer noch nie einen Akkuschrauber in der Hand hatte, konnte ohne Schwierigkeiten einen solchen 40 mal 40 Zentimeter großen Kasten montieren. Die Bretter und Leisten hatte die Tischlerei des Vereins Land in Sicht Ausbildungsprojekt (LiSA) schon zugeschnitten.

Direkt vor der Gartengruppe haben schon die Frauen der Elterngruppe ein paar größere Pflanzkisten gebaut. Insgesamt sind an diesem Nachmittag 12 Kästen fertig geworden.

Gemeinsames Bepflanzen im Mai

Die Aktion gehört zum Projekt „Stadtteilgrün und Umweltgerechtigkeit im Donaukiez“. „Die Idee ist, dass wir die Kästen im Mai gemeinsam mit Erde befüllen und bepflanzen“, erklärt Projektleiter Till Rosemann. Sie sollen dann den Sommer über an wechselnden Orten im öffentlichen Raum den Donaukiez begrünen.

Dafür wollen auch die Schüler*innen der Theodor-Storm-Grundschule in ihrer Lernwerkstatt noch viele Pflanzkästen bauen. Am Ernst-Abbe-Gymnasium haben bereits im Dezember die Schüler*innen zweier Kunstkurse 30 große Holzkisten und drei Tragegestelle zusammengeschraubt. Mit diesen Gestellen können je zehn Pflanzkästen durch den Kiez getragen werden – dadurch werden die Gärten erst richtig mobil.

Donaustraße als Garten für ein Wochenende

Vorgesehen ist zudem, im September einen Teil der Donaustraße für mindestens ein Wochenende in einen öffentlichen Garten zu verwandeln. Möglicherweise findet dies zusammen mit dem geplanen Straßenfest statt. Die Pflanzkästen allein werden allerdings noch keinen öffentlichen Garten ausmachen. „Dieser Garten wird erst groß mit den Ideen, die aus dem Kiez kommen“, sagt Till Rosemann.


Webredaktion