Neujahrsempfang im Quartiersbüro

Über 50 Menschen fanden am 25. Januar trotz Regenwetters den Weg in die Donaustraße 7 zum Neujahrsempfang des Quartiersmanagements. Diesmal berichteten Vertreter der sechs großen Projekte von ihrer Arbeit und ihren Plänen für dieses Jahr. Außerdem wurde den Ehrenamtlichen gedankt.


Zu Beginn stellte sich Belgin Canbay als neue Quartiersmanagerin vor. Seit Anfang des Jahres arbeitet sie mit Aylin Morszeck, Sandra Abild und der studentischen Aushilfe Kezia Babah im Quartiersbüro. Das QM-Team verkündete auch gleich gute Neuigkeiten: Auch im Jahr 2018 stehen für kleine Aktionen wieder 10 000 Euro aus dem Aktionsfonds zur Verfügung. Für größere Projekte liegen im Donaukiez 230 000 Euro bereit, die auf die nächsten drei Jahre verteilt werden.

Sechs Projekte, die den Kiez bewegen


Als erstes Projekt stellte der Verein „Die Globale“ seine Arbeit zur Elternbeteiligung an der Rixdorfer Schule vor. Dazu gehört das monatliche Frauenfrühstück und die Lernwerkstatt – vormittags für die Kinder und nachmittags für die Eltern. „Alle drei Angebote werden gut angenommen“, berichtet Globale-Leiterin Karin Lücker-Aleman. „Unser Ansatz ist entdeckendes Lernen.“ Zu Demonstration hat sie Papierblumen mitgebracht, die sich entfalten, wenn man sie auf eine Wasseroberfläche legt.

An der Rixdorfer Schule läuft auch das Projekt Playstars. An vier Nachmittagen in der Woche wird der Schulhof für Kinder aus dem Kiez geöffnet. Unter der Betreuung von Mitarbeiterinnen von LebensWelt kann der Hof so auch außerhalb der Unterrichtszeiten als Spielplatz genutzt werden. In diesem Jahr kommen an den Kitas sogenannte Bewegungsbaustellen hinzu. Hier sollen bei den Kindern Freude an körperlicher Aktivität geweckt werden.

Das Projekt Grüner Donaukiez geht in diesem Jahr in die heiße Phase. In den hölzernen Pflanzkisten, die zum Teil schon an den Schulen gebaut wurden, sollen bis Mai die Pflanzen ausgesät werden. Anschließend werden sie überall im Donaukiez „ausgewildert“. „Voraussichtlich im September wollen wir außerdem für zwei bis drei Tage einen Straßengarten errichten“, sagt Till Rosemann vom Projektträger Life e.V. „Wir haben viel vor und würden uns sehr freuen, wenn viele mitmachen.“

Die Förderung des Jugendstadtteilladens in der Hobrechtstraße 83 wird in diesem Jahr auslaufen. Das ist aber eine gute Nachricht. „Wir werden in die Regelförderung des Bezirks übernommen“, berichtet Gerri Wahl vom Träger Outreach. Seit 25 Jahren macht Outreach Jugendarbeit und ist aus Neukölln nicht mehr wegzudenken.

Auch schon seit einigen Jahren gibt es das Projekt „Kita und Schule im Wald“ von der Schreberjugend. Über 40 Kitagruppen fahren einmal im Monat in den Grünauer Forst, um dort die Natur zu entdecken. „Wir gehen zu allen Jahreszeiten raus, damit die Kinder die Veränderungen erleben“, sagt Naturpädagoge Henning Nahm. Ein Tag im Wald mit Verstecken, Klettern, Käfer und Würmer suchen, Hütten bauen und zwanglosem, unkontrolliertem Spielen ist für viele Stadtkinder eine ganz neue Erfahrung.

Im Projekt zur aufsuchenden Nachbarschaftsarbeit erscheint seit Oktober ein Veranstaltungskalender für den Donaukiez. Dazu gibt es das Nomadische Kulturzentrum, das bisher aus einem selbstgebauten Küchenwagen und einer mobilen Stoffdruckerei besteht. Diese und weitere Mobile kann man sich für Events im Kiez ausleihen. „Wir wollen an der Rixdorfer Schule auch eine Upcycling-Minigolfbahn bauen“, kündigt Marvin Schwark vom Projektträger „Kollektiv plus X“ an. Im September ist ein Kiezfest geplant. „Wir würden uns über Ideen für das Nachbarschaftsfest sehr freuen“, sagt Marvin Schwark.

Ehrung für Aktive


Nachdem vier Musiker vom Verein Sivasli Canlar drei Lieder gesungen haben, dankten die Quartiersmanagerinnen den ehrenamtlich Engagierten. Die Mitglieder der Aktionsfondsjury, Christine Lier von der Martin-Luther-Gemeinde, die Stadtteilmütter und nicht zuletzt die Quartiersrät*innen erhielten eine Blume und eine kleine Leckerei. Auch der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung Jochen Biedermann schloss sich an: „Danke für Ihr Engagement! Das macht den Kiez aus.“

Zum Abschluss des Abends gab es Suppe von der mobilen Küche, Getränke und Häppchen vom Buffet – und Gelegenheit zu Gesprächen und zum Ideenaustausch unter Nachbarn.