Gutes Geld für gute Bildung

Auf seiner März-Sitzung hat der Quartiersrat des Donaukiezes grünes Licht für zwei größere Maßnahmen im Bildungsbereich gegeben. Passend dazu traf man sich diesmal in der Theodor-Storm-Grundschule.


Schulleiterin Margret Walz hatte für ein reichhaltiges Buffet gesorgt, an dem sich die Quartiersratsmitglieder in der Pause stärken konnten. Doch zuvor wurde über zwei Förderanträge diskutiert und abgestimmt. Die Kita Reuterstraße 73 möchte aus ihrem 3200 Quadratmeter großen Außengelände einen Lern- und Begegnungsort machen, der auch die Nachbarschaft mit einbezieht. So soll der Garten unter anderem eine Wasserbaustelle, einen Sonnenschutz und einen neuen Belag für den Bolzplatz erhalten. „Wir möchten uns für den Kiez öffnen und könnten uns gemeinsames Gärtnern vorstellen“, erklärt Herr Frey von der Kita. Eltern oder Anwohner*innen könnten mit den Kindern zum Beispiel Johannisbeeren oder Erdbeeren pflanzen. Benachbarte Kinderläden könnten den Garten ebenfalls nutzen. Auch für Nachmittagsprojekte könnte der Garten nach Absprache zur Verfügung gestellt werden. Außerdem soll eine Beleuchtungstechnik und eine transportable Tontechnik angeschafft werden. Dieses Equipment kann bei Bedarf an andere Kinderläden, Schulen oder andere Einrichtungen im Kiez ausgeliehen werden. Insgesamt bewilligte der Quartiersrat für diese Maßnahmen 60.000 Euro Fördermittel der Sozialen Stadt.

Auspowern im Hof und im Hort 

Die Theodor-Storm-Grundschule, eine Halbtagsschule in der Hobrechtstraße 76, will seinen Nachmittagsbereich stärken und braucht dafür eine bessere Ausstattung. Davon konnten sich die Quartiersratmitglieder bei einem kleinen Rundgang selber überzeugen. „Unser Problem ist, dass wir die älteren Schüler verlieren“, sagt Henning Dietz von der  Lernwerkstatt, die von der Schule in Kooperation mit der AWO betrieben wird. So wünschen sich die Kinder einen Bauwagen und ein Trampolin im Hof. Der frisch sanierte Bewegungsraum bräuchte dringend Sportgeräte, Musikanlage, Beamer und einen Lärmschutz, damit er auch wirklich für Tanzworkshops, Traumreisen und ähnliches genutzt werden kann. Die Schulleiterin betont, dass es sich nicht nur um ein Bespaßungs- sondern auch um ein Lernprogramm handelt: „Es geht uns darum, dass sie nachmittags etwas Sinnvolles machen und sich bewegen.“ Zu diesem Zweck soll außerdem der Hort, der in der Sonnenallee 32 untergebracht ist, zusammen mit den Schüler*innen umgestaltet werden.  Derzeit haben die verschiedenen Altersgruppen kaum Möglichkeiten, sich zurückzuziehen. Nach den Wünschen der Kinder soll daher ein Bewegungs- und Rückzugsort hergerichtet werden.

Gesundes Frühstück statt Junk Food 

 Die Lernwerkstatt im Keller, die mit ihren Kreativ- und Experimentierangeboten einen enormen Zulauf hat, soll ebenfalls besser ausgestattet werden. „Eine angesagte Sache ist zur Zeit Arbeiten mit Holz“, sagt Henning Dietz. Auch die Fahrradwerkstatt und die Töpfer-AG sind sehr beliebt. Leider ist der Töpferofen schon längere Zeit defekt.  Ein wichtiges Anliegen ist außerdem die Küche. „Viele Kinder haben nichts ordentliches zu essen in ihrer Tasche und holen sich für ein oder zwei Euro etwas Süßes aus der Bäckerei“, berichtet Margret Walz. Nach dem über Bezirksmittel finanzierten Umbau der Lehrküche und des Speisesaals sollen Lehrer*innen zusammen mit Schüler*innen ein gesundes Frühstück zubereiten und verkaufen. Insgesamt wurden für diese Maßnahmen 100.000 Euro bewilligt.

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