Aus Kunst wird Grün

Nach der Ausstellung ihrer künstlerisch gestalteten Pflanzkisten bei Blumen-Weyer werden die Schüler*innen des Ernst-Abbe-Gymnasiums den Donaukiez begrünen.


Fotos: Jens Sethmann

Im Schaufenster von Blumen-Weyer in der Sonnenallee 51 waren zwei Wochen lang Kunstwerke von Zehntklässler*innen des Ernst-Abbe-Gymnasiums zu sehen. In den Kunstkursen von Frau Weis und Frau Huhn haben sich die Schüler*innen überlegt, was sie der Nachwelt hinterlassen wollen – so die Aufgabenstellung. In selbst gebauten hölzernen Pflanzkisten haben sie zum Beispiel eine Teetasse, eine Rose, ein Tuch oder ein Brot mit einem passenden Hintergrund zusammengestellt.

Am 4. Mai kamen zum Ende der Ausstellung alle Schüler*innen, Lehrerinnen und Schulleiter Tilmann Kötterheinrich-Wedekind bei Blumen-Weyer zusammen. Matteo Ciprandi vom Projekt „Grüner Donaukiez“ dankte den Gymnasiast*innen für ihre Arbeit und dem Ladeninhaber Dirk Weyer dafür, dass er sein Schaufenster zur Verfügung gestellt hat.  

Aus dem Schaufenster auf die Straßen


Am 23. Mai werden die Kisten ihrem eigentlichen Zweck zugeführt, nämlich der Begrünung des Donaukiezes. Im Hof der Rixdorfer Schule in der Donaustraße 120 werden die Kästen mit Erde befüllt und mit Blumen und Kräutern bepflanzt – und zwar nicht nur die Kisten, die am Ernst-Abbe-Gymnasium entstanden sind, sondern auch weitere, die die Kinder von der Theodor-Storm-Grundschule und der Rixdorfer Schule gebaut haben. Am Nachmittag des 23. Mai sind auch Anwohner eingeladen, dort Pflanzsäcke und Blumentöpfe zu bepflanzen.

Als mobile Gärten wandern die Blumenkästen dann durch die Straßen des Donaukiezes. „Die stehen bis September draußen und machen den Kiez wirklich grüner“, erklärt Matteo Ciprandi. „Wenn viele Kisten in der Sonnenallee, in der Fuldastraße und in der Donaustraße stehen, dann prägen die Kisten den Kiez, dann macht das Grün den Kiez lebendig“, sagt Schulleiter Kötterheinrich-Wedekind. „Wir wollen hier ja nicht nur Stein sehen, sondern ganz viel Leben.“

Webredaktion