Ideen für mehr als nur ein Nachbarschaftsfest

Im September ist ein Straßenfest im Donaukiez geplant. Damit es eine Feier für die gesamte Nachbarschaft wird, werden jetzt schon Ideen für das Fest gesammelt.


Foto: Jens Sethmann

Am 30. Mai kam dazu ein Dutzend Anwohner*innen und Interessierte mit vielen Ideen ins Quartiersbüro. Organisiert wird das Fest von Anka Broschk, Marvin Schwark und Sascha Henken vom Nomadischen KulturZentrum (NoKuZ) im Rahmen des Projekts „Aufsuchende Nachbarschaftsarbeit“.

Termin und Ort des Festes stehen noch nicht ganz fest. „Wir peilen den 15. September an“, sagt Marvin Schwark. Als Festplatz kommt entweder der Hof der Rixdorfer Schule mit dem Bürgersteig und den Parkplätzen am Rand der Donaustraße in Frage, oder aber der kurze Abschnitt der Pannierstraße zwischen Donaustraße und Sonnenallee.

Mit den Nachbarn, ohne Kommerz


Kulinarisch, kreativ, musikalisch, gärtnerisch, nachbarschaftlich – so soll das Nachbarschaftsfest werden. „Es soll nicht gewinnorientiert sein“, erklärt Marvin Schwark. „Es geht darum, mit den Nachbarn ein Fest zu feiern.“ Deshalb baut das NoKuZ auch auf die Ideen der Anwohner*innen.

Das NoKuZ selbst steuert seinen Küchenwagen und die mobile Fantasie-Fahnen-Druckerei bei, mit denen sie in den vergangenen Monaten schon verschiedene Einrichtungen im Kiez besucht haben. Auch die Minigolfanlage, die sie mit Kindern der Rixdorfer Schule aus Fundstücken und Sperrmüll gebaut haben, wird zum Einsatz kommen.

Straßengarten auf Zeit


Um den gärtnerischen Teil kümmert sich das Projekt „Grüner Donaukiez“. Alle Pflanzkisten, die an den Schulen und von Nachbar*innen gebaut und am 23. Mai gemeinsam bepflanzt wurden, sollen hier zu einem Straßengarten versammelt werden. „Wir wollen nicht nur zum Fest einen grünen Bereich auf der Straße gestalten, sondern auch auch ein, zwei Tage vorher und nachher“, sagt Till Rosemann vom Projekt „Grüner Donaukiez“.

Von Kaffee und Kuchen bis Zirkus und Flashmob


Die Ideensammlung brachte eine enorme Ausbeute. In wenigen Minuten war eine große Pinnwand mit Vorschlägen bepflastert. Die Bandbreite reicht von Straßenfest-Klassikern wie Kaffee und Kuchen, Waffeln, Dosenwerfen, Glücksrad, Kinderschminken, Flohmarkt, Info-Ständen und Auftritten von Musik- und Tanz-Gruppen bis zu ungewöhnlicheren Angeboten wie eine Werkstatt zum Bau von Samenbomben, Rikschafahrten durch den Donaukiez, Tischtennis- und Brettspiel-Turniere, Torten- und Quiche-Wettbewerbe, eine Kinderbuch-Lesung, Kunst- und Zirkus-Workshops und Flashmobs.

Für viele der Vorschläge gibt es auch schon Macher*innen. So wollen sich die Stadtteilmütter um Stände mit arabischem Essen, Kaffee, Tee und Kuchen sowie um das Kinderschminken kümmern. Andere wollen ihre Kontakte zu Bands, Tanzgruppen oder Jonglagekünstlern spielen lassen.

Anka Broschk freut sich über die vielen Ideen: „Damit kann man schon eine Menge anfangen.“ Die gesammelten Festideen kann man sich noch an der Wand im Quartiersbüro, Donaustraße 7, ansehen. Wer noch weitere Einfälle hat, kann sich dort melden oder sich mit dem NoKuZ-Team in Verbindung setzen (nokuzentrumgmx.LÖSCHEN.de).

Webredaktion