Ansporn für Körper und Geist

Bei Kindern und Jugendlichen Begeisterung für Sport und das Lesen zu wecken – das wollen zwei Projekte, über die der Quartiersrat des Donaukiezes auf seiner Mai-Sitzung diskutiert hat.


Foto: Jens Sethmann

Der Quartiersrat traf sich am 31. Mai in der „Abbethek“, der Schulbibliothek im Souterrain des Ernst-Abbe-Gymnasiums. Die Anfang 2017 eröffnete Bibliothek hat mittlerweile 16 000 Medien und wird von den Schüler*innen gut angenommen. „Es fing gut an und wird immer besser“, berichtet Herr Kruse, einer der Lehrer, die die Abbethek betreuen. Die beiden Räume im Untergeschoss dienen nicht nur als Buchausleihe, sondern auch als Ort zum ruhigen Lernen. Außerdem gibt es hier seit März die abendliche Vortragsreihe „Abbe trifft“, in der bekannte Persönlichkeiten ihre Berufe und Ausbildungswege vorstellen.

Abbethek für alle


Das Ernst-Abbe-Gymnasium will sich weiter für die Menschen im Quartier öffnen und die Abbethek soll dabei eine größere Rolle spielen. „Hier wäre noch viel mehr möglich“, sagt Herr Kruse. Mit Geldern aus dem Projektfonds des Quartiersmanagements möchte die Abbethek ihr Angebot künftig deutlich ausweiten. An einem oder zwei Nachmittagen im Monat möchte sie nicht nur für ihre Schüler*innen, sondern auch für Eltern und Nachbar*innen öffnen und ihnen die Möglichkeit zur Buchausleihe geben. Mehr Bücher sollen angeschafft und zusätzliche PC-Arbeitsplätze eingerichtet werden. Außerdem sind in Zusammenarbeit mit der Helene-Nathan-Bibliothek regelmäßige Lesungen und andere Veranstaltungen vorgesehen.

Für das neue Angebot ist eine Förderung von insgesamt 86 000 Euro bis Ende 2020 geplant. „Es soll möglichst schnell starten“, sagt Quartiersmanagerin Sandra Abild. Wenn ein Träger gefunden ist, soll es schon im Herbst losgehen.

Fit und aktiv auf den Schulhöfen


Das zweite zur Abstimmung stehende Projekt „Fit & Aktiv“ will Kindern und Jugendlichen Lust auf Bewegung machen. Vielen Familien fehlt das Geld, um ihren Kindern kostenpflichtige Freizeit- und Sportaktivitäten zu ermöglichen. Zudem gibt es kaum öffentliche Spielflächen. „Deshalb wollen wir Schulhöfe verstärkt nutzen“, sagt Quartiersmanagerin Kezia Babah. Die Höfe der Theodor-Storm-Grundschule und der Rixdorfer Schule sollen mindestens zweimal im Monat für fachlich betreute Sportangebote geöffnet werden. Zweimal im Jahr soll außerdem ein Abschnitt der Donaustraße zur Spielstraße werden.

Bei diesen Gelegenheiten sollen die Kinder mit den Angeboten der Sportvereine in Kontakt kommen. Mit dem bezirksweiten Projekt „Sport verbindet – Junior Coaches in Neukölln“, das im Juli beginnt, wird eng zusammengearbeitet. „Wir wollen zeigen, was es für Sportaktivitäten in Neukölln gibt“, so Kezia Babah.

Für die Jahre 2019 und 2020 sind für diesen Projektvorschlag insgesamt 59 000 Euro eingeplant. Der Träger wird in einem Auswahlverfahren ermittelt.

Webredaktion