„Flotter Pinsel“ in der Martin-Luther-Kirche

Die Mal- und Zeichengruppe der Martin-Luther-Gemeinde zeigt ihre Arbeiten in einer Ausstellung.


Fotos: Jens Sethmann

„Poesie der Farben“ – so lautet der Titel der Ausstellung, die am 19. August im Gemeinderaum der Martin-Luther-Kirche feierlich eröffnet wurde. Über 50 Kunstinteressierte und Freunde kamen an diesem Sonntagvormittag, um sich die rund 50 Bilder der Malgruppe „Flotter Pinsel“ anzusehen. Es ist das erste Mal, dass die Laienkünstler*innen ihre Arbeiten der Öffentlichkeit zeigen.

Die offene Mal- und Zeichengruppe besteht seit Juni 2015 und wird von Christine Lier ehrenamtlich geleitet. Sie trifft sich jeden Donnerstagvormittag und sucht seither unter dem Motto „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ nach den „Wundern in Gottes Schöpfung“, so Christine Lier. Immer wenn das Wetter es zulässt, gehen die Frauen – Männer sind nur selten dabei – mit Zeichenblock und Malutensilien raus in die Neuköllner Parks, um sich von der Natur anregen zu lassen.

Inspirationen aus der Natur


So sind in der Ausstellung besonders viele Blumen und Tiere zu sehen, zum Beispiel Vögel, Schmetterlinge und Eichhörnchen. Aber auch abstrakte Bilder sind dabei. Die verschiedensten Materialien und Techniken kamen zur Anwendung: Gemälde, Aquarelle, Farbstift-Zeichnungen und Collagen in kleinen und großen Formaten. Einige der ausgestellten Bilder haben Kinder bei „Young Arts Neukölln“ in der Donaustraße 42 im Rahmen des Festivals 48 Stunden Neukölln gemalt und gesprayt. In einem großformatigen Bild des jungen Künstlers Yusuf hat Christine Lier sogar „einen neuen Gerhard Richter“ entdeckt.

Die stimmungsvolle Eröffnungsfeier mit Musik und Büffet wurde aus dem Aktionsfonds des Quartiersmanagements Donaustraße-Nord bezuschusst. Die Ausstellung ist noch bis zum 27. September täglich zwischen 8 und 13 Uhr im Gemeinderaum der Martin-Luther-Kirche, Fuldastraße 50, zu sehen.

Webredaktion