Kein 08/15 Straßenfest

Am 15. September wurde in der Donaustraße unter einem bunten Fahnenmeer das erste Nachbarschaftsfest gefeiert


Fotos: Birgit Leiß

Herrliches Spätsommerwetter, eine für den Verkehr gesperrte Straße, ein buntes Bühnenprogramm und frische Waffeln – die wichtigsten Zutaten für ein gelungenes Straßenfest stimmten an diesem Samstag schon mal. Und weil es in der Donaustraße eine Grundschule gibt, dockte die sich mit ihrem Tag der offenen Tür einfach an das Kiezfest an. Die Stände und Mitmachangebote erstreckten sich daher auch auf den Hof der Rixdorfer Schule.

Neukölln-Quiz und Fahnendruckerei

Neben den klassischen Ständen mit Trödel, Gegrilltem, arabischen Spezialitäten und frisch gebackenen Waffeln vom Pflegezentrum Sonnenallee, hatte sich ein kleiner Teil der Donaustraße in einen Garten verwandelt. Zwischen den bepflanzten Holzkisten ließen sich viele Besucher*innen nieder, um sich bei Kaffee und einem Stück Kuchen zu unterhalten. Der mobile Straßengarten war im Rahmen des Projekts "Grüner Donaukiez" entstanden. Das Team vom Quartiersmanagement Donaustraße-Nord war ebenfalls mit einem Stand vertreten. Dort konnte man Fragen und Anregungen loswerden oder beim Neukölln-Quiz mitmachen. Die Kinder konnten sich von den Stadtteilmüttern schminken lassen oder Fahnen bedrucken. Über 40 bunte Fahnen aus der mobilen Fantasie-Fahnen-Druckerei waren bereits über die Straße gespannt. Entstanden waren sie in mehreren Workshops, die Anka Broschk, Marvin Schwark und Sascha Henken vom Nomadischen KulturZentrum in den vergangenen Monaten mit Kita-Kindern, Schüler*innen und  Anwohner*innen durchgeführt hatten.

Afghanische Liebeslieder auf der Bühne

Das Nomadische KulturZentrum vom Kollektiv Plus X hatte auch im Rahmen des Projekts „Aufsuchende Nachbarschaftsarbeit“ das Kiezfest organisiert. Im Vorfeld waren Ideen von Anwohner*innen gesammelt worden. Ein Bühnenprogramm gehört natürlich auf jeden Fall dazu. In der Donaustraße waren unter anderem afghanische Liebeslieder – im Original – zu hören. Nicht 08/15 waren auch die Do-It-Yourself Minigolfbahnen, die viele kleine und große Besucher*innen ausprobieren wollten. Schläger und Bälle konnte man sich kostenlos ausleihen.  Das NoKuz hatte die Bahnen aus Fundstücken und Recycling-Materialien zusammen mit Schüler*innen der Rixdorfer Schule gebaut.  

Großes Interesse an der Schulbesichtigung

Schulleiterin Anke Peters freute sich derweil über viele interessierte Eltern, die sich ganz genau die Räumlichkeiten anschauten und den Lehrkräften Löcher in den Bauch fragten. „Ich bin begeistert, die haben hier so viele tolle Angebote“, meinte eine Mutter. Sie könne sich gut vorstellen, ihre Tochter hier einschulen zu lassen. Vor allem die Trommel-AG und die Konfliktlotsen haben ihr gefallen. „Das sind genau die Kiezeltern, die wir immer gewinnen wollten“, meinte die Schulleiterin.