Mitentscheider (m/w) gesucht!

Der Quartiersrat des Donaukiezes ließ sich auf seiner Sitzung am 27. September berichten, wie die kürzlich auf den Weg gebrachten Projekte angelaufen sind. Außerdem ging es darum, wie das Kiezgremium mehr Leute zum Mitmachen gewinnen kann.


Foto: Jens Sethmann

Das aktuell größte Projekt im Donaukiez läuft gerade an: An der Theodor-Storm-Grundschule in der Hobrechtstraße werden im Hort Bewegungsmöglichkeiten und Rückzugsräume eingerichtet, im Keller entsteht eine moderne Lernwerkstatt und auf dem Hof werden neue Spielgeräte aufgebaut. „Wir stehen in den Startlöchern, es wird jetzt ganz schnell losgehen“, berichtet Henning Dietz, der die Lernwerkstatt an der Schule betreut. Ein erster Wanddurchbruch ist bereits erfolgt. Auch das Projekt zur Verbesserung der Außenanlagen an der Kita Reuterstraße 73 startet in diesen Tagen.

Für das Projekt zur Stärkung der Schulbibliothek des Ernst-Abbe-Gymnasiums ist im September der Träger ausgewählt worden. Die Gruppe „wortlaut“ will die „Abbethek“ für die Nachbarschaft öffnen. Eine Auftaktveranstaltung wird am 17. Januar beim Tag der offenen Tür des Ernst-Abbe-Gymnasiums stattfinden.

Das Projekt „Fit & Aktiv – der Donaukiez in Bewegung“, das Sport und Spiel auf Schulhöfen, in Kita-Gärten, auf Hinterhöfen oder auch mal auf einem abgesperrten Straßenabschnitt ermöglichen soll, beginnt im nächsten Jahr. Im November wird entschieden, wer das Projekt durchführen wird.

Zweimal Hoffnung auf Verlängerung


Das zum Jahresende auslaufende Programm „Playstars“, bei dem Kinder nachmittags auf dem Hof der Rixdorfer Schule spielen können, wird eventuell ab 2020 direkt vom Bezirk Neukölln getragen. Deshalb möchte das Quartiersmanagement erreichen, dass über das Programm Soziale Stadt für das Jahr 2019 noch einmal eine Übergangsfinanzierung der „Playstars“ bereitstellt wird.

Hoffnung auf eine Verlängerung kann sich auch der „Grüne Donaukiez“ machen. „Aus unserer Sicht wäre es sinnvoll, das erfolgreiche Projekt fortzuführen“, sagt Quartiersmanagerin Aylin Morszeck. Über diese beiden Folgeförderungen würde der Quartiersrat in seiner Novembersitzung abstimmen.

Mitreden und mitentscheiden im Quartiersrat!


Jederzeit willkommen sind Kiezbewohner*innen, die sich im Quartiersrat engagieren möchten. Es scheiden immer wieder Mitglieder des Quartiersrats aus, weil sie aus dem Gebiet fortziehen oder aus beruflichen Gründen keine Zeit mehr dafür finden. Deshalb sind ständig Engagierte gesucht. Man kann im Quartiersrat über die Entwicklung des Donaukiezes diskutieren, mitentscheiden, welche Projekte mit den Geldern des Quartiersmanagements gefördert werden sollen, sowie in Kontakt mit Nachbar*innen und Vertreter*innen von Schulen, Kitas und Vereinen kommen. „Ich will wissen, was in meinem Umfeld passiert“, fasst eine langjährige Quartiersrätin zusammen.

Einige Mitglieder des Gremiums sind schon von Anfang an dabei. Weniger vertreten sind jüngere Bewohner*innen, die noch nicht so lange im Donaukiez leben, sowie Menschen mit Migrationshintergrund. Sie sollen mindestens die Hälfte des Quartiersrats ausmachen, denn die Bewohnervertretung soll schließlich die Bevölkerung des Gebiets widerspiegeln.
Das Quartiersmanagement plant in den nächsten Wochen eine Kampagne, bei der mit Postkarten und Plakaten für das Ehrenamt im Quartiersrat geworben wird. Wer mitmachen will, kann sich jederzeit beim Quartiersmanagement melden. Ziel ist es, im kommenden März den Quartiersrat neu aufzustellen.

Neu aufgestellt ist auch das Team des Quartiersmanagements. Aylin Morszeck und Kezia Babah verlassen das Büro, Sandra Abild befindet sich zudem für einige Monate in Elternzeit. Aus der Elternzeit zurück ist hingegen Belgin Kauth. Neu im Team sind Simon Alvarez und Ngoc Dinh-Le.

Webredaktion