Beim Asure-Fest geht es ums Teilen


Foto: Birgit Leiß

Am 23. September wurde auf dem Rathausvorplatz wieder Aşure (oder auch Aschura) gefeiert. Der Verein Sivasli Canlar wollte dieses wichtige Fest, mit dem die Aleviten ihre Trauerzeit um den Heiligen Hüseyin beenden, zusammen mit der Nachbarschaft feiern. „Wir sind schließlich ein Teil dieser Gesellschaft“, sagt der Vereinsvorsitzende Cemal Boyraz.

Bezirksbürgermeister Martin Hikel würdigte die Arbeit des Vereins, der in seinen Räumen in der Donaustraße 102 unter anderem kostenlose Nachhilfe anbietet, in seiner Ansprache. Trotz Dauerregens drängten sich an diesem Sonntagnachmittag etwa 100 Anwohner*innen, Politiker*innen und Vertreter*innen von Verbänden und Vereinen unter die Zelte und kosteten von der Süßspeise Aşure. Sie wird traditionell unter Verwandten und in der Nachbarschaft verteilt und besteht aus mindestens zwölf Zutaten. Die Zahl steht für die zwölf Imame. In Berlin leben rund 70 000 Alevit*innen. „Die Gleichheit von Mann und Frau und ein friedlicher, respektvoller Umgang sind bei uns sehr wichtig“, erklärt Cemal Boyraz. Aus dem Aktionsfonds gab es einen Zuschuss für die Lebensmittel.