Ehrung für Ehrenamtliche

Auch Christine Lier wurde von Bezirksbürgermeister Hikel für ihr Engagement gewürdigt


Fotos: Jens Sethmann

35 Neuköllner Bürgerinnen und Bürger sind am 8. November für ihr selbstloses Engagement vom Bezirksamt geehrt worden. Bezirksbürgermeister Martin Hikel setzt mit der jährlichen Ehrung im Rathaus Neukölln die Tradition fort, die von seiner Vorgängerin Franziska Giffey eingeführt wurde.

Der große Sitzungssaal der Bezirksverordnetenversammlung war mit den Ehrenamtler*innen, Angehörigen und Gästen gut gefüllt. Zur Begrüßung sagte Eva-Marie Schoenthal, Vorsitzende des Ausschusses für Soziales und Bürgerdienste: „Wir wissen alle, dass wir ohne Sie baden gehen würden.“

Leuchttürme statt Badengehen

Martin Hikel hob die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements hervor: „Die Zahl der Menschen, denen geholfen werden muss, steigt. Wir müssen uns aktiv solidarisch zeigen.“ Hikel berichtete von seiner eigenen ehrenamtlichen Arbeit in einer Kirchengemeinde: „Das hat mir unheimlich viel gegeben.“ An die Geehrten gewandt sagte er: „Sie sind Leuchttürme. Sie bringen den Bezirk zum Leuchten. Ich danke Ihnen, dass Sie den Bezirk zu einem liebenswürdigen Bezirk machen.“

Das ehrenamtliche Engagement in Neukölln ist sehr bunt: So setzen sich die Geehrten für pflegebedürftige Senioren, mobilitätseingeschränkte Nachbarn, Jugendliche, Kriminalitätsopfer oder Obdachlose ein und arbeiten in Kulturvereinen, Kirchengemeinden oder Wohlfahrtsorganisationen mit.

Ehrung für den flotten Pinsel

Auf Vorschlag des Quartiersmanagement Donaustraße-Nord wurde auch Christine Lier geehrt. Sie hat im Juni 2015 an der Martin-Luther-Kirche in der Fuldastraße 50 die offene Mal- und Zeichengruppe „Flotter Pinsel“ gegründet, die sie seither ehrenamtlich leitet. Jeden Donnerstagvormittag treffen sich die Frauen – Männer sind nur selten dabei – und gehen, wenn das Wetter mitspielt, mit Zeichenblock und Malutensilien raus in die Neuköllner Parks, um sich von der Natur anregen zu lassen. Im August und September hat Christine Lier eine Ausstellung im Gemeinderaum der Martin-Luther-Kirche auf die Beine gestellt, bei der die Laienkünstler*innen erstmals rund 50 ihrer Arbeiten gezeigt haben. Außerdem organisiert sie den „Lebendigen Adventskalender“, bei dem auch in diesem Jahr wieder an jedem Tag im Dezember eine Neuköllner Einrichtung ihre Türen öffnet. Auch das Quartiersbüro in der Donaustraße 7 ist am 4. Dezember mit dabei.

Webredaktion