Gut angelegtes Geld

Die Aktionsfondsjury hat eine kleine Bilanz über die Projekte des Jahres 2018 gezogen.


Foto: Jens Sethmann

Jedes Jahr steht im Donaukiez ein Aktionsfonds mit 10 000 Euro zur Verfügung. Damit werden kleine Kiezaktionen gefördert. Über die Vergabe der Gelder entscheidet eine Anwohnerjury, die sich einmal im Monat trifft. So werden die Anträge schnell bewilligt und die Ideen unkompliziert auf den Weg gebracht.

In diesem Jahr hat die Jury schon im Oktober das Geld vollständig vergeben. Bei der letzten turnusmäßigen Sitzung am 27. November standen also keine Entscheidungen mehr an. Die Jury nutzte deshalb die Gelegenheit, die zehn geförderten Projekte des Jahres noch einmal in gemütlicher Runde Revue passieren zu lassen. Bei Kaffee, Tee, Erdbeertorte und Gözleme haben auch zwei Projekte gezeigt, was sie mit dem Zuschuss aus dem Aktionsfonds gemacht haben.

Zehn Ideen für den Donaukiez


Die Erzieherin Martina Wühlbier aus der Kita Reuterstraße 73 hat mit Unterstützung aus dem Fonds den Töpferkeller der Kita wiederbelebt. „Die Keramikwerkstatt sollte wieder in den Kitaalltag einbezogen werden“, sagt Martina Wühlbier. Die Erzieher*innen und die Kinder haben aus Ton Töpfe und Schalen, kleine Figuren, Weihnachtsbaumschmuck und Handabdrücke geformt und gebrannt und anschließend farbig glasiert.

Dekoration für den Muttertag haben Frauen in der Lernwerkstatt der Rixdorfer Schule gebastelt. „Wir haben Schals und Taschen bedruckt“, berichtet Lernwerkstatt-Leiterin Cimen Uzunoğlu, „und auch Stoff mit Zement geformt.“ Dabei wurden Textilien mit einer farbigen Lösung getränkt und dann in Form gebracht. Nach dem Aushärten sind so dekorative Schalen entstanden.

Vom Pinsel bis zum Notebook


Acht weitere Projekte bekamen einen Zuschuss aus dem Aktionsfonds. So konnte die Kita Wichtelgarten Montessori-Materialien, eine Bücherkiste und eine Sitzecke anschaffen. An der Rixdorfer Schule wird der Sachunterricht mit Lego-Figuren lebendiger gestaltet. Dabei erfinden die Kinder eigene Geschichten, die sie aufschreiben und mit den Spielfiguren verfilmen. Die Malgruppe „Flotter Pinsel“ von der Martin-Luther-Gemeinde erhielt Zuschüsse für Mal- und Zeichenmaterial und für die Organisation einer ersten Ausstellung ihrer Arbeiten, die im August und September gezeigt wurde. Der Verein Blickwinkel, der in der Sonnenallee Nachhilfe anbietet, konnte mit Beihilfen aus dem Aktionsfonds Computer anschaffen und einen Kellerraum renovieren. Auch der Verein Sivasli Canlar konnte für sein Nachhilfe-Angebot Notebooks kaufen und bekam außerdem einen Zuschuss für das Aşure-Fest auf dem Rathausvorplatz.

Weiterhin Ideen und Juror*innen gesucht


Auch im Jahr 2019 gibt es wieder einen Aktionsfonds mit 10 000 Euro. Wer eine Idee hat, die dem Donaukiez zugute kommt, kann jederzeit im Quartiersbüro einen Antrag einreichen. Für jedes Vorhaben können bis zu 1500 Euro für Sachmittel bewilligt werden. Das Team des Quartiersmanagements hilft gern bei der Antragstellung. Am 29. Januar entscheidet die Vergabejury über die ersten Anträge, die bis zum 25. Januar beim Quartiersmanagement eingegangen sein müssen.

Die ehrenamtliche Aktionsfondsjury kann außerdem noch Verstärkung gebrauchen. Wer im Donaukiez wohnt und darüber mitentscheiden will, was in seinem Viertel passiert, kann sich gern beim Quartiersmanagement melden.

Webredaktion