Grünes Licht für Grünprojekt und Playstars

Der Quartiersrat des Donaukiezes hat in seiner Sitzung am 29. November einer Fortsetzung des Projekts „Grüner Donaukiez“ zugestimmt und die Weiterführung des „Playstars“-Angebots an der Rixdorfer Schule ermöglicht.


Foto: Jens Sethmann

Die Playstars können weitermachen. Weil das Projekt zur Öffnung des Schulhofes der Rixdorfer Schule schon so lange aus dem Programm Soziale Stadt finanziert wurde, war eine Förderung über das Jahr 2018 hinaus eigentlich ausgeschlossen. Doch dem Jugendamt Neukölln ist das Spielangebot so wichtig, dass es in die Regelförderung des Bezirks aufgenommen werden soll. Das heißt, es wird künftig dauerhaft vom Bezirk bezahlt und aufrecht erhalten. Da der Bezirkshaushalt aber nur alle zwei Jahre aufgestellt wird, können die Playstars erst ab 2020 übernommen werden. Zur Überbrückung trägt das Quartiersmanagement noch einmal für das Jahr 2019 die Kosten in Höhe von 30 000 Euro. Der Quartiersrat stimmte der erneuten Förderung zu.

Vielfältiges Spielangebot

Seit acht Jahren ist der Träger Lebenswelt an vier Nachmittagen in der Woche von 16 bis 18 Uhr mit drei Kolleg*innen an der Rixdorfer Schule und bietet dort Kindern von 7 bis 12 Jahren vielfältige Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Wenn Eltern dabei sind, können die Kinder auch jünger sein. Genutzt wird der große Schulhof und – vor allem in der dunklen Jahreszeit – das Elterncafé der Schule. Im Schnitt sind rund 15 Kinder dabei, zu Sonderaktionen wie dem Plätzchenbacken kommen aber auch mal 70 Kinder, im Sommer bis zu 100. Das Angebot gibt Mädchen und Jungs die Freiheit, nicht gleich nach der Schule nach Hause zu müssen. Eingeladen sind alle Kinder aus dem Donaukiez, nicht nur Schüler*innen der Rixdorfer Schule. Auch die Eltern werden eingebunden. Die Lebenswelt-Mitarbeiter*innen stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite und geben auch Anregungen, was sie mit den Kindern zu Hause spielen können.

Möglich ist die Weiterförderung auch, weil das Projekt „Fit & aktiv im Donaukiez“ auf Eis gelegt wurde – ein Vorhaben, das unter anderem die Lücke nach dem Playstars-Ende ausfüllen sollte. Auf die Ausschreibung hat sich jedoch kein geeigneter Träger beworben. „Deshalb haben wir uns entschieden, die Idee zurückzustellen“, sagt Quartiersmanager Simon Alvarez. Ein Teil des dafür bereits bewilligten Geldes kann nun für die Playstars verwendet werden.

„Grüner Donaukiez“ bald noch grüner

Der Quartiersrat stimmte auch der Fortsetzung des Projekt „Stadtteilgrün und Umweltgerechtigkeit im Donaukiez“ einmütig zu. Für zwei weitere Jahre „Grüner Donaukiez“ sind 59 000 Euro vorgesehen.

In den vergangenen eineinhalb Jahren haben Schüler*innen und Kita-Kinder Pflanzkästen aus Holz gebaut, bemalt und anschließend gemeinsam bepflanzt. Diese über 70 Kästen wurden im vergangenen Sommer in den Straßen des Donaukiezes verteilt. Die grünen Pflanzen in den ansonsten doch recht grauen Straßen haben die Bewohner*innen erfreut. Wider Erwarten mussten die Pat*innen der Grüninseln auch kaum Vandalismusschäden feststellen. Im September gab es außerdem einen zweitägigen Straßengarten in der Donaustraße. In einer Gartengruppe bekamen interessierte Nachbar*innen Tipps zum Begrünen ihres Balkons oder ihres Hofes.

„Wir würden gern an dem Thema dranbleiben und vor Ort die Möglichkeiten darstellen, wie Umweltgerechtigkeit im Kiez umgesetzt werden kann“, sagt Till Rosemann vom Verein LIFE e.V., der das Projekt durchführt. Im nächten Jahr sollen die Kästen noch einmal bepflanzt und im öffentlichen Raum untergebracht werden. Im Jahr 2020 ist geplant, einen größeren Straßenabschnitt über einen längeren Zeitraum zu einem Straßengarten zu machen. Eventuell könnte man dafür anstelle einiger Parkplätze sogenannte Parklets am Straßenrand aufbauen.

Webredaktion