Suppe und Punsch hinter dem vierten Türchen

Am 4. Dezember öffnete das Quartiersbüro in der Donaustraße 7 seine Tür für den „Lebendigen Adventskalender“.


Fotos: Jens Sethmann

Das Team des Quartiersmanagements Donaustraße-Nord hatte auf dem Bürgersteig vor seinem Büro eine mobile Küche aufgebaut und dort kostenlos Suppe, Punsch und Süßigkeiten serviert. So manche*r Passant*in nahm die Gelegenheit wahr, sich bei dem kalten Wetter mit einem heißen Kirschpunsch und einem Teller Suppe innerlich aufzuwärmen.

Die würzige Suppe mit Fadennudeln, Paprika, Kichererbsen, Zwiebeln und Möhren hat Ernesto, ein spanischer Nachbar aus der Donaustraße, nach einem Rezept aus der Region Extremadura gekocht. Der praktische Küchenwagen, auf dessen Gasflammen Suppe und Punsch warmgehalten wurden, wurde vom Team des Nomadischen Kulturzentrum selbst konstruiert. Die "NoKuZ"-Mitarbeiter*Innen Anka Broschk, Marvin Schwark und Sascha Henken bringen die Anwohner*innen des Donaukiezes durch verschiedene Mitmach-Aktionen zusammen. So haben sie mit Kindern Minigolfbahnen aus Fundstücken gebaut und im September das Kiezfest auf der Donaustraße organisiert.

Offene Türen im Advent

Der Abend war Teil des „Lebendigen Adventskalenders“, der in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal im Neuköllner Norden stattfindet. „Der Advent ist die Zeit der offenen Türen und der offenen Herzen“, lautet das Motto. Jeden Abend vom 1. bis zum 23. Dezember öffnen Läden, soziale und kirchliche Einrichtungen oder Privatpersonen um 18 Uhr ihre Türen für eine kleine Adventsfeier.

Gastgeber sind zum Beispiel am 9. Dezember das Pflegezentrum in der Sonnenallee 47, am 10. Dezember die Kiez AG in der Reuterstraße 32c (Kiosk Reuterplatz), am 11. Dezember das Bürgerzentrum Neukölln in der Werbellinstraße 42 oder am 19. Dezember die „Bioase44“ in der Karl-Marx-Straße 162. Den Abschluss bildet wie immer am 23. Dezember das gemeinsame Singen unter dem Weihnachtsbaum auf dem Rathausvorplatz. Alle Termine sind auf der Internetseite der Martin-Luther-Gemeinde verzeichnet. Das Programm hat erneut Christine Lier ehrenamtlich zusammengestellt. „Es haben sich in diesem Jahr mehr Gastgeber gemeldet, als wir Termine haben“, berichtet sie. „Ich musste wirklich Leuten absagen.“

Austausch bei Spekulatius und Gesang

Im festlich geschmückten Quartiersbüro saßen Anwohner*innen in gemütlicher Runde bei Lebkuchen, Spekulatius, Mandarinen und Kerzenschein noch ein Stündchen beisammen, ließen das Jahr im Donaukiez noch einmal Revue passieren, tauschten sich darüber aus, was im Quartier noch verbesserungswürdig ist, und sangen auch noch ein paar Weihnachtslieder.

Webredaktion