Neujahrsempfang mit Visionen für den Donaukiez

Das Quartiersmanagement lud am 31. Januar zum Neujahrsempfang in die Schulbibliothek des Ernst-Abbe-Gymnasiums ein und sammelte Ideen für den Donaukiez.


Fotos: Jens Sethmann

Statt einer regulären Quartiersratssitzung fand am letzten Januartag ein Neujahrsempfang statt. Dazu waren nicht nur die Quartiersrät*innen eingeladen, sondern auch die Mitglieder der Aktionsfondsjury, Vertreter*innen der aktuell laufenden Projekte und – wie immer – alle Nachbar*innen aus dem Donaukiez. Der Empfang diente einerseits dazu, den Ehrenamtlichen für ihren Einsatz im Donaukiez mit einem kleinen Geschenk zu danken. Andererseits bot er eine willkommene Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen.

In diesem Jahr traf man sich nicht im Quartiersbüro, sondern in der Abbethek, die Schulbibliothek des Ernst-Abbe-Gymnasiums. Sie wurde vor zwei Jahren eröffnet und hat ihre Medienbestände seitdem immer weiter vergrößert. Am 17. Januar war der offizielle Startschuss für das vom Quartiersmanagement geförderte Projekt zur Stärkung und Öffnung der Abbethek. Davon profitieren nicht nur die Schüler*innen des Ernst-Abbe-Gymnasiums. Auch Kitagruppen und andere Schulen können das Angebot nutzen. „Und wir können in Zukunft die Bibliothek auch mindestens einmal im Monat für die Nachbarschaft öffnen“, sagte Schulleiter Tilmann Kötterheinrich-Wedekind zur Begrüßung.

Gedanken und Visionen für den Donaukiez

Der Neujahrsempfang war aber nicht nur ein geselliges Beisammensein bei belegten Brötchen, Obst, Knabbereien und Getränken. Von den über 40 Gästen waren ein paar Gedanken über den Donaukiez gefragt. „Wir werden in diesem Jahr wieder unser Handlungskonzept fortschreiben“, erklärte Quartiersmanager Simon Alvarez. „Darum ist es wichtig, dass wir über die unterschiedlichen Bedarfe sprechen – und darüber, was fehlt.“

Das Integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept (IHEK) ist der grundlegende Fahrplan für die Arbeit des Quartiersmanagements. Weil der Kiez sich wandelt, muss auch das Konzept regelmäßig angepasst werden. Das Quartiersmanagement Donaustraße-Nord wird in den nächsten Monaten zusammen mit dem Quartiersrat das IHEK für 2019 bis 2021 ausarbeiten. Weil nur Dinge, die im IHEK stehen, in den kommenden Jahren aus dem Programm Soziale Stadt gefördert werden können, darf nichts vergessen werden.

Um zu sehen, ob das bisherige IHEK noch die richtigen Schwerpunkte setzt, konnten die Gäste die Handlungsfelder und Themen auf fünf Stellwänden neu bewerten: Was ist in den Bereichen Bildung, öffentlicher Raum, Nachbarschaft, Arbeit und Beteiligung am wichtigsten? Außerdem wurden spontane Meinungen über den Donaukiez heute gesammelt sowie Wünsche und Visionen für den Donaukiez im Jahr 2030 aufgeschrieben. Die Quartiersmanager*innen werden die Ergebnisse zusammenfassen und einen ersten Entwurf des neuen IHEKs bei der nächsten Sitzung des Quartiersrats am 14. März zur Diskussion stellen.

Die Abbethek tanzt

Für den musikalischen Abschluss des Abends sorgte eine vierköpfige Kapelle mit sechs Sängerinnen und Sängern vom Verein Sivasli Canlar aus der Donaustraße 102. Sie spielten einige traditionelle Lieder und brachten die Abbethek sogar zum Tanzen.