Dreimal grünes Licht

Der Quartiersrat hat am 16. Mai drei Projekte für den Donaukiez auf den Weg gebracht. Außerdem werden ab sofort Kandidat*innen für die Neuwahl des Quartiersrats gesucht.


Foto: Jens Sethmann

Drei Projektideen, die in der März-Sitzung des Quartiersrats schon einmal kurz vorgestellt wurden, hat das Gremium jetzt nach intensiver Diskussion bewilligt.

Grundschüler*innen im Kiez halten

Das Projekt „Übergänge Kita–Grundschule gemeinsam gestalten“ will erreichen, dass mehr Kinder, die im Donaukiez aufwachsen und die Kita besuchen, auch in den hiesigen Grundschulen angemeldet werden. „Ziel ist, dass mehr Kinder an der Theodor-Storm-Grundschule und an der Rixdorfer Schule ankommen“, sagt Vesna Lovrić von der Pädagogischen Werkstatt des Trägers „Campus Bildung im Quadrat“. Für das kommende Schuljahr wurden die Platzkapazitäten der Theodor-Storm-Grundschule sowie der Rixdorfer Grundschule nicht vollständig ausgeschöpft.

Einen vernünftigen Grund gibt es dafür nicht. Die Ausstattung der Schulen ist nicht schlechter als in den bevorzugten Schulen in Kreuzberg oder auf dem Campus Rütli. Tage der offenen Türen und intensive Bemühungen um die Eltern haben bisher nicht den gewünschten Erfolg gebracht. „Der Gedanke, ihr Kind da nicht anzumelden, ist schon verfestigt“, bedauert Margret Walz, Leiterin der Theodor-Storm-Grundschule. Das neue Projekt soll nun zweieinhalb Jahre lang mit Schulen, Kitas und Eltern den Übergang in die Schulzeit aktiv gestalten. „Es ist schön, solche Projekte zu haben“, sagt Margret Walz.

Nachbarschaftstreff und Medienpädagogik

„Auch wir wollen für Neukölln Flagge zeigen“, sagt Cemal Boyraz. Der Vorsitzende des Vereins Sivasli Canlar möchte die Räume in der Donaustraße 102 weiter für die Nachbarschaft öffnen. Bei regelmäßigen Veranstaltungen wie einem Mädchen-Montag, einer „Mischbar“, Film-, Spiel- oder Kochabenden und Beratungsangeboten sollen sich Neueingewanderte und Alteingesessene persönlich begegnen.

Das dritte Projekt widmet sich der Medienpädagogik. Schüler*innen, aber auch Erwachsene sollen sich im Umgang mit den verschiedensten Medien üben und auch selbst Artikel schreiben, Videos drehen oder einen Podcast erstellen. In Zusammenarbeit mit den Schulen könnte man eine Schülerschreibwerkstatt und ein Mediencafé für Erwachsene aufbauen. Außerdem soll eine Redaktionsgruppe entstehen, die ab dem kommenden Jahr die Kiezzeitung „Donauwelle“ mit Texten und Fotos bestückt.

Alle drei Projektvorschläge wurden mit großer Mehrheit angenommen. Für das Medienpädagogik-Projekt bereitet das Quartiersmanagement nun eine Ausschreibung vor, um einen geeigneten Träger zu finden.

Neuwahl im September

Im September steht die Neuwahl des Quartiersrats für die nächsten zwei Jahre an. Wer im Donaukiez wohnt und sich für seinen Stadtteil interessiert, über Projekte mitentscheiden möchte und mindestens 16 Jahre alt ist, kann mitmachen. Bis zum 29. August sollte man seine Kandidatur beim Quartiersmanagement in der Donaustraße 7 anmelden.

Webredaktion