Stürmisches Zuckerfest

Am 6. Juni wurde im Quartiersbüro Zuckerfest gefeiert


Fotos: Birgit Leiß

Das Zuckerfest am Ende des Ramadan wird von allen muslimischen Familien groß gefeiert, egal ob man gefastet hat oder nicht. Es ist ähnlich wichtig wie das christliche Weihnachtsfest und Geschenke gibt es auch, zumindest für die Kinder. Wie schon im letzten Jahr hatte das Quartiersmanagement-Team alle Nachbar*innen zum gemeinsamen Feiern eingeladen. Fatme Hajjaj, die in der Donaustraße wohnt, stand an diesem Donnerstag ab 11 Uhr in der kleinen Küche des Quartiersbüros, schnibbelte Zwiebeln, rührte Teig und briet Hackfleisch an.  Mit etwa 50 Personen rechnete sie. „Ach, das ist doch gar nichts“ meinte sie: „Ich hab auch schon für Hochzeiten gekocht.“ Tatkräftig unterstützt wurde sie von ihrem Mann und ihrer Tochter, später kam noch eine zweite Tochter dazu. Um Platz zu haben für alle Töpfe und Pfannen, in denen gekocht und gebraten wurde, war ein mobiler Küchenwagen vom Nachbarschaftsprojekt Kollektiv Plus X im Hausdurchgang aufgestellt worden.

Genießen und plaudern

Pünktlich um 15 Uhr, als das Fest offiziell losgehen sollte, fing es dann an – das angekündigte Unwetter mit Donner, Sturm und Platzregen. Wer sich dennoch auf die Straße traute, kam klitschnass im Quartiersbüro an. Gegen halb vier trug Familie Hajjaj dann auf: Gewürzreis mit Mandeln und Hähnchenkeulen, mit Spinat gefüllte Teigtaschen, Hummus, Kibbe (Hackfleisch-Bulgur-Röllchen) und viele andere palästinensische Spezialitäten. Auch gebratenes Gemüse, Getränke, frisches Obst und Joghurt standen auf dem Tisch. Alles sah köstlich aus und beim Schlemmen kam man schnell miteinander ins Gespräch, während die Kinder spielten und tobten. Als der Regen ein wenig nachließ, kamen noch einige Nachbar*innen, die spontan vorbeischauten.

Ein herzliches Dankeschön geht an Familie Hajjaj für ihre ehrenamtliche Arbeit. Der Kauf der Lebensmittel wurde über den Aktionsfonds finanziert.

Webredaktion