Wer ist Neuköllns Superhero?

Die Neuköllner Designerin Lucy Libre bringt die mexikanische Version des Wrestlings, den Lucha Libre, zu uns in den Donaukiez.


Janna Degener

Bei der mexikanischen Variante des Wrestlings, dem Lucha Libre, dreht sich alles um die Kämpfer. Einige von ihnen sind Helden, sie setzen sich für das Gute in der Welt ein. Andere sind Bösewichte, sie verkörpern unsere Feindbilder. Alle tragen Masken, wie wir sie auch von Spiderman oder Batman kennen.

Die Neuköllner Designerin Lucy Libre hat den Kultsport in Lateinamerika entdeckt und bringt ihn jetzt gemeinsam mit dem mexikanischen Luchador Orlando Silver zu uns in den Donaukiez: „In jeder größeren Stadt Mexikos gibt es eine Arena, wo die Kämpfer ihre faszinierenden Masken präsentieren und wo es wie bei jedem Dorffest nach Popcorn riecht. Das Thema passt so gut nach Neukölln, denn keiner weiß, wer hier eigentlich die Helden und Bösewichte sind“, erklärt die Künstlerin.

In Jugendclubs und Schulen hat sie also Neuköllner Jugendliche auf ihr Projekt aufmerksam gemacht. In Workshops sollen sie sich jetzt darüber austauschen, wer ihre Idole und Gegner sind, um auf dieser Basis Skizzen für Kämpfermasken zu entwickeln.

Alle Ideen sind willkommen. Aus den besten Entwürfen werden Masken genäht, mit denen beim Festival 48 Stunden Neukölln unter dem Motto „S.O.S. - Kunst rettet die Welt“ dann auch echte Kämpfer in den Ring steigen. Alle anderen Zeichnungen in einer Ausstellung in der Musikbar Donau115 präsentiert.

Der Live-Kampf findet am 26. Juni um 20 Uhr in den Neukölln Arkaden statt. Die Ausstellung in der Donau115 läuft vom 26.-28. Juni.