Viel Farbe für ein buntes Kiezfest
Im Kiezgarten vor der Donaustraße 8 wurden fleißig die Pinsel geschwungen. Kinder und Erwachsene haben zurechtgeschnittene Papptafeln bunt bemalt. Diese farbenfrohen Schilder werden später noch beschriftet und dienen dann beim großen Kiezfest am 19. Juni als Wegweiser. Juliane Meißner vom Kulturlabor Trial & Error organisiert das Fest und hat nicht nur jede Menge Pappkartons, Farbflaschen, Pinsel, Stempel und Schwämme mitgebracht, sondern auch Schürzen, damit sich niemand im Eifer des Gefechts Farbe auf die Kleidung schmiert. Nebenan wurde das große Kiezfest-Banner auf dem Boden ausgebreitet und mit Buchstaben aus Klebebandstreifen beschriftet.
Es war am 28. Mai bereits das zweite Vorbereitungstreffen. Bei der ersten Zusammenkunft eine Woche zuvor wurden unter anderem Papphocker bunt bemalt. Am Donnerstag, den 4. Juni sind alle, die sich kreativ betätigen wollen oder noch Ideen für das Kiezfest haben, zum dritten Vorbereitungstreffen eingeladen – wieder von 16 bis 18 Uhr im Kiezgarten.
Volles Programm auf der Weichselstraße
Das Kiezfest steigt am Freitag, den 19. Juni von 14 bis 19 Uhr – dieses Jahr nicht in der Donaustraße, sondern gleich um die Ecke auf dem Abschnitt der Weichselstraße zwischen Donaustraße und Sonnenallee. Das Programm lässt ein tolles Fest erwarten. Auf der Bühne gibt es Musikaufführungen, Karaoke und eine Tanzperformance zum Mitmachen. Für die Kinder wird ein Märchenzelt aufgebaut, es kommt ein Mitmach-Zirkus, man kann Riesenseifenblasen machen, sich beim Kleidertausch verkleiden oder Mülltrenn-Basketball spielen. Außerdem gibt es eine Brettspielecke, man kann im Linoldruck-Workshop kreativ werden, sich die Fingernägel bunt lackieren lassen oder bei der Akkuschrauber-Challenge seine Geschicklichkeit beweisen.
Für Essen und Trinken sorgen vor allem die Gewerbetreibenden aus der Nachbarschaft. Vereine und Initiativen aus dem Donaukiez informieren über ihre Aktivitäten gegen Obdachlosigkeit, in der Mädchenarbeit oder zur Müllvermeidung. Die Flohmarktstände sind schon komplett an Nachbarinnen und Nachbarn vergeben.
Gemeinsames Essen zum Opferfest
Nachdem am 28. Mai die Vorbereitung erledigt war, lud das Quartiersmanagement in sein Büro zur Feier des Opferfestes. Eine Nachbarin hatte relativ kurzentschlossen die Idee, dieses Fest zusammen mit der Nachbarschaft mit einem Essen zu begehen. Sie hat selbst Reis, Bulgur und Salat zubereitet. Die Fleischplatten kamen vom syrischen Chefkoch Majed Al Bahloul, der vor zwei Jahren fünf gut besuchte Koch-Workshops im Quartiersbüro gemacht hat. Auch wenn er mittlerweile am anderen Ende der Karl-Marx-Straße einen Imbiss betreibt, ist er dem Donaukiez immer noch sehr verbunden. Beim leckeren Essen tauschten sich die Gäste in gemütlicher Runde über Feierbräuche, Rezepte und Neuigkeiten aus dem Kiez aus.
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