Open Kitchen im Kiezgarten: schnippeln, plaudern, genießen
Eingeladen zu dem Kochevent im Freien hatte das QM-Team zusammen mit Hejmo e.V.. Der Verein ist vor einem Jahr in das Blaue Haus in der Donaustraße/ Ecke Weichselstraße gezogen. Die migrantisch geleitete Community-Initiative möchte Menschen durch Essen, Musik, Sprache und Kunst zusammenbringen. Es ist ein offener Raum, in dem sich Menschen aus aller Welt begegnen und miteinander ihre Geschichten teilen. „Wir wollten schon lange mal etwas zusammen mit dem Quartiersmanagement machen“, erklärte Ricarda von Hejmo (das Wort bedeutet übrigens „Zuhause“ in der Sprache Esperanto). Das QM-Team wiederum freut sich immer, wenn der Kiezgarten für solche nachbarschaftlichen Veranstaltungen genutzt wird.
Die mobile Küche im Einsatz
Als die ersten eintrudelten war schon alles vorbereitet: ein langer Tisch mit Schneidebrettern und Messern sowie Schüsseln mit Petersilie, Rote Bete, Zwiebeln, Erbsen und anderen Zutaten. Und schon konnte es losgehen mit dem Schnippeln und Hacken, Pürieren und Abschmecken. Der mobile Küchenwagen, der vor einigen Jahren im Rahmen des QM-Projekts „Stadtteilgrün und Umweltgerechtigkeit im Donaukiez“ gebaut worden war, leistete an diesem schönen Spätsommerabend gute Dienste. Hier wurden die Kartoffeln für den Kartoffelsalat gekocht und dieSchokolade für die vegane Schoko-Mousse geschmolzen.
Farbenfrohe Teller
Nach und nach setzen sich immer mehr Menschen dazu, die bei den Vorbereitungen halfen. Nebenbei wurde über Kochdetails diskutiert (Kartoffeln mit oder ohne Schale? Passt Melone wirklich in einen Salat?), Neuigkeiten ausgetauscht und über Alltägliches geplaudert. Ruckzuck waren drei Salate, drei Aufstriche und ein Dessert fertig. Die Rezepte hatte Hejmo mitgebracht. „Sie sind erprobt, wir machen sie auch bei uns“, erklärte Ricardo. Im Blauen Haus trifft man sich nämlich jede Woche zur Open Kitchen, wobei gelegentlich auch in Schulen oder an anderen Orten gekocht wird. „Schön erfrischend“, lobte eine Teilnehmerin den Feta-Wassermelonen-Salat. Alle luden sich bunte Teller auf: leuchtend rote Wassermelone, grüner Erbsen-Minz-Aufstrich und ein pinkfarbener Rote-Bete-Dip. Dazu gab’s arabisches Brot.
Yoga und Musikunterricht im Blauen Haus
Viele kannten das Blaue Haus noch gar nicht. Umgekehrt hatten die meisten von der Hejmo-Community noch nie etwas vom Quartiersmanagement gehört. Gesprächsstoff gab es also reichlich. Ricarda und die anderen von Hejmo betonten, dass die Veranstaltungen im Blauen Haus wie Yoga, Gitarrenunterricht oder der arabische Chor – es gibt auch einen spanischen - offen für alle sind. Außerdem freut sich der Verein über Freiwillige, die beispielsweise bei den verschiedenen Sprachcafés mithelfen.
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